Sudbury Schulen – Kapitel 27: Fairhaven Fellowship

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Die DVD „Sudbury-Schulen – Interviews mit Schülern, Mitarbeitern, Eltern und Absolventen“ von Henning Graner und Martin Wilke ist im tologo verlag erhältlich.

Romey Pittman: Maryland ist einzigartig. Jeder Bundesstaat hat seine eigenen Regeln, und in einigen Staaten ist es nicht mal der Staat, sondern die Stadt oder der Bezirk, der darüber entscheidet, welche Schulen zulässig sind. In Maryland ist es der Staat, der entscheidet.

Maryland wurde zu Kolonialzeiten als Zuflucht für Katholiken gegründet, die von den protestantischen Europäern, v.a. den Engländern unterdrückt wurden. Sie kamen und gründeten Maryland als einen Ort, an dem man religiöser Verfolgung entkommen konnte. Er wird deshalb Freistaat genannt. Daher gibt es dort sehr strenge Gesetze zum Schutz der Glaubensfreiheit.

Und deshalb, aus dem Grund, wie das Schulwesen hier organisiert ist, gibt es viele Kirchen, die Schulen gründen. Die Regelung ist so, dass wenn man keine kirchliche Schule ist, dann braucht man eine Lizenz vom Staat Maryland. Und das heißt, man muss zeigen, dass man einen „sequenziellen und linearen Lehrplan“ hat, wie sie das nennen. Und man muss, ob man will oder nicht, in der Highschool Zensuren und Punkte vergeben. Also, die Behörden waren nicht dagegen, dass es uns gibt, aber sie sagten, es gäbe keine Ausnahmen.Wenn du etwas anderes als das machen willst, dann musst du eine kirchliche Schule sein. Kirchliche Schulen haben nämlich die völlige Freiheit zu tun, was auch immer sie wollen. Für sie gibt es keine Einschränkungen und keine Bewertungen, und keinen Papierkram. Weiterlesen

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